Wenn zwei Menschen einen Dritten massieren, dann entsteht die schöne Situation, dass Zwei sich zum Wohle eines Dritten verbünden. Die beiden Aktiven schwingen sich aufeinander ein und zugleich auf die Bedürfnisse der liegenden Person.
Und die liegende Person fühlt sich in guten Händen. Fühlt das Komplott, dass zu ihrem Besten geschmiedet wird an Kraft gewinnen. Und wird vielleicht den Versuch unternehmen, gedanklich zu verfolgen, wer von den Gebenden was gerade tut. Und wird nach kurzer Zeit in diesem Versuch scheitern. Weil vier Hände nicht mehr nachvollziehbar sind. Genau dafür ist vierhändige Massage gut: Gedanken ausschalten. Kontrolle einstellen. Geschehen lassen. Wem dieses schwer fällt in seinem Leben, der wird hier vielleicht eine Tür finden, die sich öffnen möchte.
Eine Tür zu tiefem sich fallen lassen und den Potenzialen der vierhändigen Körperarbeit. Reise zu den Polen. Kopf und Füße, Himmel und Erde in Verbindung bringen. Dehnen und Strecken über die ganze Länge. Oder diagonal. Oder von rechts und links. Streichungen in den Verlaufsrichtungen der Meridiane in nahezu unbegrenztem Aktionsradius. Zentrierend oder zerstreuend, aus dem Zentrum in alle Finger - und Zehenspitzen. In bedürftigen Regionen verweilend, während woanders die Reise fortgesetzt wird.
Gemeinsames Zuwenden zu einer Schulter, einem Rückensegment in unmittelbarer Berührung oder in Unterstützung über reflektorische Zonen, beispielsweise am Fuß, während der andere Partner die direkte Arbeit fortsetzt ...
Gemeinsam mit Eva Wohlleben